AUSSTELLUNG 2026


Vom 20. März bis 14. Juni 2026 zeigte das Landschaftsmuseum Obermain auf der Plassenburg in Kulmbach die Ausstellung „Peter Conrad Schreiber – Der Weg in den Süden“. Präsentiert wurden Gemälde, Zeichnungen und Briefe des Landschaftsmalers sowie erstmals KI-animierte Videos ausgewählter Werke.

Die Schau zeichnete seinen künstlerischen Weg von Franken über Berlin bis nach Italien nach und stellte besonders die prägenden Landschaftserlebnisse in Rom, der Campagna und am Vesuv in den Mittelpunkt.

Die Vernissage war am 19.03.2026.

EINDRÜCKE DER VERNISSAGE

Festsaal in der Großen Hofstube

Festsaal in der Großen Hofstube

Frau Nina Schipkowski M.A. (Museumsleitung)

Frau Nina Schipkowski M.A.
(Museumsleitung)

Frau Dr. Silke Colditz (Kuratorin aus Nürnberg)

Frau Dr. Silke Colditz
(Kuratorin der Ausstellung)

Sammlerehepaar Drahn

Sammlerehepaar Drahn

Dr. Andreas Curtius (Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg)

Dr. Andreas Curtius
(Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg)

Dr. Wolfgang Vorwerk (Ur-Ur-Enkel von Peter Conrad Schreiber)

Dr. Wolfgang Vorwerk (mitte)
(Ur-Ur-Enkel von Peter Conrad Schreiber)

Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack (mitte) 2. Bürgermeister Frank Wilzok (rechts)

Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack (mitte)
2. Bürgermeister Frank Wilzok (rechts)

OB Dr. Ralf Hartnack und Robert Drahn

OB Dr. Ralf Hartnack und Robert Drahn

Vorführung der KI-Videokunst

Vorführung der KI-Videokunst

Sammlerehepaar Drahn (links)

Sammlerehepaar Drahn (links)

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Dr. Silke Colditz und Wolfgang Schoberth (mitte)

Dr. Silke Colditz (Kuratorin der Ausstellung)
im Gespräch mit Wolfgang Schoberth

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage

Zofia Drahn (Kunstsammlung Schreiber)

Zofia Drahn
(Kunstsammlung Schreiber)

Gäste der Vernissage

Gäste der Vernissage



Fotos: Franziska Spindler

DIE ZEITUNG ART.5|III SCHREIBT

Weg nach Süden

Peter Conrad Schreiber – Ein fast vergessener Romantiker auf der Plassenburg


Mit der Sonderausstellung „Weg nach Süden“ erinnert das Landschaftsmuseum Obermain vom 20. März bis 14. Juni 2026 auf der Kulmbacher Plassenburg an einen bedeutenden, heute jedoch kaum präsenten Vertreter der fränkischen Romantik: Peter Conrad Schreiber (1816–1894). Ziel ist es, das Œuvre eines Künstlers neu zu würdigen, dessen Werk tief in der Landschaft und Kultur Frankens verwurzelt ist und zugleich von internationalen Einflüssen geprägt wurde. Schreiber, in Fürth geboren, erhielt seine Ausbildung unter August Wilhelm Ferdinand Schirmer in Berlin, dem Nachfolger Carl Blechens an der Akademie der Künste. Studien- und Wanderjahre führten ihn nach München und vor allem nach Italien – Erfahrungen, die sein künstlerisches Selbstverständnis nachhaltig formten. Später wirkte er als Zeichenlehrer am Nürnberger Egidien-Gymnasium und blieb seiner fränkischen Heimat eng verbunden. Seine Landschaftsgemälde zeichnen sich durch poetische Verdichtung, atmosphärische Feinfühligkeit und eine ausgeprägte Naturverbundenheit aus. Sie spiegeln die romantische Sehnsucht nach Harmonie und Erhabenheit ebenso wie eine idealisierte Vorstellung von Landschaft als geistigem Erfahrungsraum. Besonders die Eindrücke seiner Italienreisen – zwischen 1839 und 1841 – prägen sein Werk dauerhaft und verbinden südliches Licht mit fränkischer Topografie. Für die Ausstellung wird die größte private Sammlung von Werken Schreibers auf der Plassenburg zusammengeführt und durch bedeutende Leihgaben ergänzt, unter anderem aus dem Stadtmuseum Fürth, dem Stadtmuseum Nürnberg und dem Germanischen Nationalmuseum. Dadurch entsteht ein umfassender Überblick über Schreibers künstlerische Entwicklung – von den Ausbildungsjahren bis zur reifen Hauptschaffenszeit. Kuratiert wird die Schau von Dr. Silke Colditz-Heusl in Zusammenarbeit mit der Museumsleitung. Ziel ist nicht nur eine regionale Wiederentdeckung, sondern auch die Anregung eines überregionalen wissenschaftlichen Diskurses. Geplant sind Führungen, ein begleitender Katalog sowie eine nachhaltige Dokumentation im Virtuellen Museum für Nürnberger Kunst. Die Ausstellung knüpft an das wachsende Interesse an der Romantik an und lädt dazu ein, einen fränkischen Landschaftsmaler neu zu sehen – als sensiblen Chronisten von Natur, Licht und Sehnsucht.

Die Ausstellung „Weg nach Süden“ ist noch bis zum 14. Juni 2026 auf der Kulmbacher Plassenburg zu sehen. Weitere Informationen unter www.plassenburg.de.

Ludwig Märthesheimer

Mit freundlicher Genehmigung: ART. 5|III / Ludwig Märthesheimer